Bericht zum Spiel beim VFC Plauen, 10. Mai 2015

Am Sonntag, den 10. Mai 2015, war der SV Babelsberg 03 zum Pflichtfreundschaftsspiel in der Regionalligasaison 2014 / 2015 zu Gast beim VFC Plauen. Das Spiel begann um 13:30 Uhr. Nulldrei gewann mit 2:0, nahm aber aufgrund der Insolvenz des gastgebenden Vereins und der unsicheren juristischen Situation keine Punkte mit nach Hause. Obwohl, wie zu erwarten war, nur sehr wenige Babelsberg-Fans den Weg ins Vogtlandstadion nach Plauen fanden, war ein großes Polizei- und Ordner*innen-Aufgebot vor Ort.

Die Polizei war mit 17 Fahrzeugen (15 Busse sowie zwei Streifenwagen) inklusive der dazugehörigen Besatzung am Gästeblock im Einsatz. 70 bis 80 Polizist*innen aus Dresden hielten sich in der Nähe des Gästeblocks auf. Sie blieben im Hintergrund. Auffällig war, dass es sich bei den eingesetzten Beamt*innen in erster Linie um Polizist*innen der Beweissicherungseinheiten (BFE) handelte. Darüber hinaus war ein*e Szenekundige*r Beamter*in aus Babelsberg anwesend, die auf der Gegentribüne die Situation beobachtete und überwachte. Neben den vielen Polizist*innen wurde zumindest für die Überwachung des Gästeblocks eine sehr große Zahl an Ordner*innen aufgeboten, die aber weitestgehend freundlich waren. In diesem Zusammenhang muss allerdings erwähnt werden, dass eine der verantwortlichen Personen im Ordnungsdienst ein Basecap der bei rechtsoffenen Hooligans und Rockern sowie Neonazis beliebten Marke „Label 23“ aus Cottbus trug.

Bis auf die Begleitung der nach Spielende abreisenden Babelsberg-Fans durch zwei Polizeibusse und die zurückhaltende Überwachung der Gäste haben wir keine präventiven und repressiven Maßnahmen beobachtet. Die Versorgung im Stadion war gut. Bis auf das Patrouillieren und Überwachen der Aktivitäten der Nulldrei-Fans im Gästeblock durch Ordner*innen war die Behandlung freundlich und respektvoll. Die sanitäre Situation war in Ordnung, da es ein festes Toilettengebäude gab. Insgesamt kann angesichts der sehr geringen Zahl angereister Nulldrei-Fans allerdings von einem unangemessen hohen und überzogenen Aufgebot an Sicherheitskräften gesprochen werden.