Bericht zum Spiel in Auerbach, 20. April 2016

Der SV Babelsberg 03 war am 20. April 2016 zu Gast beim VfB Auerbach und verlor mit 0:1. Der 29. Spieltag verlief weitestgehend ruhig. Erwähnenswert ist, dass die Polizei trotz anderer Optionen sowohl auf einen weit vom Stadion entfernten Parkplatz als auch auf den längeren Weg zum Gästeblock bestand. Darüber hinaus wurden die Fans auch mit einer mobilen Kamera überwacht. Ganz im Gegensatz zu diesen unverhältnismäßigen Restriktionen sowie der unnötigen Überwachung wurden Sachbeschädigungen und der Diebstahl eines Nummernschildes von einem Babelsberger Fahrzeug erst auf massiven Druck des Fanprojekts aufgenommen. Es entsteht der Eindruck, dass die sächsischen Polizei-Beamt*innen offenbar mit zweierlei Maß messen, wenn es um Nulldrei Fans geht.

Am Spieltag wurden die Fans von bis zu 50 Beamt*innen der sächsischen Bereitschaftspolizei überwacht. Wir konnten mindestens 8 Halbgruppenfahrzeuge zählen, wobei sechs aus Dresden und zwei aus Leipzig kamen. Der Einlass verlief entspannt und die Ordner*innen verhielten sich respektvoll. Die sanitäre Situation in Auerbach war in Ordnung. Selbiges gilt für die Versorgung. Während des Spiels befand sich eine Gruppe von 8 Polizist*innen inklusive einer mobilen Kamera, die permanent die Fans abfilmte, im Nebenblock. Nach dem Spiel sollte, wie schon bei der Ankunft, erneut der sehr viel längere Weg zu den Bussen gegangen werden, obwohl eine kürzere Abkürzung bekannt und möglich war. Eine Kleingruppe von circa acht Babelsberg Fans wurde völlig unverhältnismäßig von 5 Halbgruppenfahrzeugen überwacht.

Wie schon erwähnt, verweigerten die Beamt*innen zunächst die Aufnahme von Sachbeschädigungen und dem Diebstahl eines Nummerschildes an einem Fahrzeug eines Nulldrei-Fans. Erst auf nachdrückliche Intervention des Fanprojekt wurden zuständige Beamt*innen gerufen. Es ist erschreckend, dass zur Überwachung der Fans ein unverhältnismäßig hoher Aufwand betrieben, die genuin polizeiliche Pflicht aber missachtet wird.