Bericht zum Spiel gegen Rathenow, 21. August 2015

Am Freitagabend, den 21. August 2015, gastierte der FSV Optik Rathenow zum Flutlichtspiel im Karl-Liebknecht-Stadion beim SV Babelsberg 03. Der Anpfiff war um 19 Uhr. Die Partie entschied Nulldrei mit 2:0 für sich. Mehr als 2.000 Zuschauer*innen, darunter ungefähr 50 Gäste, sahen das Spiel. Der Spieltag verlief, wie zu erwarten war, sehr ruhig. Aus diesem Grund ist nicht nachvollziehbar, dass sowohl vor dem Spiel als auch im Stadion selbst ungefähr 30 Bereitschaftspolizist*innen inklusive einer Beweis- und Festnahme-Einheit (BFE) eingesetzt wurden.

Vor dem Spiel waren am S-Bahnhof Babelsberg mindestens sechs Polizeimannschaftswagen im Einsatz – vier überwachten den Aus- beziehungsweise Eingang in der Wattstraße, mindestens zwei weitere den zur Karl-Liebknecht-Straße. Während des Spiels befanden sich die Fahrzeuge hinter der Gästekurve in der Alt Nowaweser Straße. Ein weiterer Polizeibus sowie ein Streifenwagen, letzterer parkte im Stadion hinter dem Pufferblock, konnten ebenfalls von uns beobachtet werden.

Die Bereitschaftspolizei war mit circa 3 Einheiten (BB 1111, BB 1113 und vermutlich BB 1112) im Stadion. Zwei Züge postierten sich im Block K, zwischen dem Pufferblock und dem Gästebereich. Außerdem wurde der Gästeblock mit einer Handkamera durch Beamt*innen abgefilmt. Unklar ist, ob dies während des gesamten Spiels passierte. Darüber hinaus waren im Gästeblock mindestens vier Ordner*innen des Sicherheitsdienstes abgestellt. Statt Securitas wurde das Unternehmen ESC Security aus Bestensee eingesetzt.

Polizeiliche Maßnahmen haben wir nicht beobachtet. Weitere besondere Vorkommnisse gab es nicht. Fraglich bleibt aber, warum bei einem solchen Spiel, das weder durch eine besondere Brisanz noch durch erwartbare Konflikte gekennzeichnet ist, mehrere Züge der Bereitschaftspolizei als auch eine BFE anwesend waren.