Reclaim the streets – but safety first!

Viele von euch genießen derzeit die lauen Sommernächte in Babelsberg. Na klar, ob vor der alten Post, auf irgendwelchen Spielplätzen, im Park oder vor dem Späti in der Rudolf-Breitscheid-Straße – es gibt coole Orte, wo wir Freunde treffen und was trinken können.

Leider gab es in den zurückliegenden Wochen mehrere unschöne Erlebnisse mit der Polizei, die entweder in Mannschaftswagen oder in Zivil Leute bedrängt und drangsaliert und teilweise die Personalien aufgenommen haben. Ein Ort von häufigen Auseinandersetzungen war der Späti.

Wir wollen noch einmal darauf hinweisen, dass die Polizei Babelsberg derzeit im besonderen Fokus hat. Es liegt vor allem an der Mischung aus linker Szene und Fußballfans, aber vor allem auch daran, dass sich in der letzten Zeit die Straße zurückgeholt wurde. Reclaim the streets – but safety first!

Wichtig ist, dass ihr aufeinander aufpasst. Lasst niemanden allein und irgendwo zurück. Einen klaren Kopf behalten und Situationen gut einschätzen, sollte eine Maßgabe für alle sein. Wenn die Polizei kommt, dann dokumentiert dies und macht Gedächtnisprotokolle. Mit uns und der Roten Hilfe gibt es Anti-Repressionsstrukturen, die euch unterstützen.

Fakt ist, wir wollen weiterhin in der Öffentlichkeit präsent sein und haben keine Lust auf Einschüchterung und Polizeistress. Deswegen verweisen wir auf unsere Informationen und die verschiedenen Ratgeber der Roten Hilfe. Als Diskussionsgrundlage verweisen wir zudem auf folgenden Artikel „Reagieren bei Polizeigewalt – Was tun, wenn’s knallt“, der aus der TAZ stammt.

In dem Artikel geht es um das Filmen von Polizeieinsätzen. Eines vor weg, wir begrüßen grundsätzlich, das Handy auch mal in bestimmten Situationen zu Hause zu lassen. Außerdem können ein Handy bzw. die Videoaufnahme auch immer zur weiteren Beweissicherung der Polizei gegen dich und andere Personen dienen. Also Aufmerksamkeit, wir reden hier nur vom Filmen von Polizeieinsätzen, bei denen es um Festnahmen und willkürliche Aktionen geht!

Grundsätzlich ist es gut, sich das Video mehrmals anzuschauen und vor einer potenziellen Veröffentlichung zu erörtern, ob irgendwer belastet wird. Dies geht mit den oben genannten Strukturen. Abschließend finden wir jedoch, dass es an der Zeit ist, eine Gegenöffentlichkeit aufzubauen. Ob mit Filmen, Fotos oder Gedächtnisprotokollen. Reclaim the streets – but safety first!

 

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