Bericht zum Spiel bei Hertha BSC II, 6. April 2015

Am Ostermontag, den 06.04.2015, spielte der SV Babelsberg 03 bei der Zweitvertretung des Bundesligisten Hertha BSC im Amateurstadion des Olympiageländes in Berlin. Die Partie endete mit 1:1.

Ein Großteil der Babelsberger Fans traf sich am heimischen S-Bahnhof, um gemeinsam die Fahrt anzutreten. Beim Treffpunkt war lediglich ein*e FBK (fankundige*r Beamte*r) der Bundespolizei zugegen – die Fahrt bis zum Berliner Westkreuz erfolgte ohne Polizeibegleitung. Am Westkreuz traf sich ebenfalls eine größere Gruppe Nulldrei-Fans, welche auf die ankommenden aus Babelsberg warteten. Der Treffpunkt bzw. Umstieg wurde von 28 uniformierten Bundespolizist*innen (BP BLU 1120, 1121, 1130, 1131, 1220, 1221 und 6220, 6221) inklusive Kamera begleitet. Ca. 20 dieser Beamt*innen stiegen mit in die S-Bahn Richtung Olympiastadion.

Zunächst war das Aufgebot der Polizei recht überschaubar. Es erhöhte sich aber mit dem Ausstieg am Olympiastadion erheblich, da hier neben der Bundespolizei auch die Berliner Bereitschaftspolizei der 22. Einsatzhundertschaft (22130, 22131, 22210, 22211) zusammen mit 6 Zivilpolizist*innen (4 SKB aus Berlin und Potsdam sowie 2 FKB) warteten. Der Fußweg der Fans zum Olympiastadion wurde sowohl durch die Bundes- als auch die Landespolizei begleitet. Die Beamt*innen liefen vor, seitlich von und hinter dem Fantross. Von einem Polizeikessel kann allerdings aufgrund der lockeren Abstände nicht gesprochen werden. Die Bundespolizei zog sich beim Ankommen am Eingang zum Olympiagelände zurück. 16 Beamt*innen der 22. Einsatzhundertschaft beobachteten die Szenerie. Insgesamt kann bis hierhin von einem zurückhaltenden Auftreten seitens der Polizei gesprochen werden.

Die Einlasskontrollen übernahmen 20 Ordnungskräfte der Firma B.E.S.T. unter Begleitung von 4 vereinseigenen Ordner*innen des SV Babelsberg 03. Hier ist zu erwähnen, dass die Kontrollen im Großen und Ganzen entspannt waren. Lediglich das Abnehmen sämtlicher Aufkleber eines minderjährigen Nulldrei-Fans und deren Entsorgung in einer bereits nassen Mülltonne, sorgte für Aufregung. Dabei kritisierte das Fanprojekt nicht das generelle Abnehmen der Sticker, sondern die Tatsache, dass diese nicht anderweitig außerhalb des Stadions in einem der bereits angekommenen Autos von Nulldrei-Fans abgelegt werden durften. Die lose Begleitung der Fans über das Olympiagelände erfolgte vereinzelt ebenfalls durch die Landespolizei.

Die kulinarische Versorgung im Gästeblock erfolgte über einen Wagen, was angesichts der Menge an Nulldrei-Fans teils zu erheblichen Wartezeiten führte. Die sanitäre Situation stellte sich wiederholt als desolat dar. Lediglich 4 mobile Dixi-Toiletten standen für die Besucher*innen im Gästeblock zur Verfügung. Wir empfehlen hier eine Ausstattung zumindest mit einem Toilettenwagen!

Die eingesetzten Ordnungskräfte im Gästeblock waren zurückhaltend und Fragen gegenüber aufgeschlossen. Die vereinseigenen Babelsberg-Ordner*innen postierten sich im Innenraum vor dem Gästeblock. Während des Spiels kam es zu keinen erwähnenswerten Zwischenfällen.

Der Rückweg erfolgte gleichsam der Gestaltung des Hinwegs. Ebenso die eingesetzten Einheiten waren dieselben. Den Babelsberger Fans war es auch gestattet, sich am S-Bahnhof Olympiastadion zu verpflegen. Zu einer kurzen unübersichtlichen Situation kam es beim Einsteigen in die S-Bahn, da die Bundespolizei erst sehr spät bekanntgab, dass sich im ersten Wagen Heimfans befinden. Hier hätte eine klarere und frühzeitigere Information der Gästefans aus Babelsberg zu einer weniger angespannten Stimmung beigetragen. Am Westkreuz kam es dann zu kurzen verbalen Anfeindungen der aussteigenden Heim- und Gästefans. Mittels einer Kette verhinderte die Bundespolizei ein direktes Aufeinandertreffen. Die Situation beruhigte sich schnell wieder, sodass der Babelsberg-Tross denBahnsteig zur S-Bahn nach Potsdam wechselte. Die restliche Heimfahrt erfolgte ohne weitere Polizeibegleitung.