Bericht zum Spiel gegen den BFC, 20. Mai 2016

Am 20. Mai 2016 spielte der SV Babelsberg 03 am letzten Spieltag der Regionalligasaison 2015 / 2016 auswärts gegen den BFC Dynamo im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Die Partie begann um 19 Uhr und endete unentschieden 0:0. Rund um den Spieltag war ein massives Polizeiaufgebot im Einsatz. Wir mussten mindestens 3 polizeiliche Maßnahmen inklusive einer kurzen Ingewahrsamnahme feststellen. Erwähnenswert ist außerdem, dass die Fußballspielerin Tabea Kemme, aktiv bei Turbine Potsdam und im deutschen Nationalteam, als sogenannte szenekundige Beamt*in (SKB) im Einsatz war.

Insgesamt waren zur Überwachung der Nulldrei-Fans mindestens drei SKB* aus Potsdam und circa zehn weitere Polizist*innen in Zivil im Einsatz. Sie unterstützten mehrere Züge der Berliner Bereitschaftspolizei aus den Einheiten 12, 23, und 35. Die Zählung war schwierig. Wir gehen aber davon aus, dass die Babelsberg-Fans von mindestens 60 Beamt*innen überwacht wurden, wobei viele der Halbgruppen eine*n Beamt*in mit mobiler Kamera dabei hatten. Grundsätzlich verhielten sich die eingesetzten Polizist*innen zurückhaltend. Als völlig unverhältnismäßig muss aber die Ansprache von Personen bezeichnet werden, die Bier der Marke „1312 Sabotage Pils“ tranken. Genauso unnötig war die Überwachung der Kultur- und Schankwirtschaft Baiz nach dem Spiel durch zwei Halbgruppen der 23. Einsatzhundertschaft, ein Kamerafahrzeug und mehrere Beamt*innen in Zivil bis circa 23 Uhr.

Die Anreise zum Jahn-Sportpark verlief weitgehend ruhig. Die mit der Bahn anreisenden Fans wurden von mehreren (Halb-) Gruppen der Berliner Einsatzhundertschaft 23 überwacht. Eine zweite Gruppe von Nulldrei-Fans wurde mindestens zwei Mal angehalten. Hintergrund war jedes Mal eine Flasche Bier der Marke „1312 Sabotage Pils“, die offenbar einzelne Beamt*innen zu stören schien. Nach Abpfiff wurden die Fans erneut bei ihrer Abreise von den schon bekannten (Halb-)Gruppen überwacht.

Die eingesetzte Security im Jahn-Sportpark war entspannt und zurückhaltend. Die sanitäre Situation im Stadion war in Ordnung. Bei der Verpflegung ist anzumerken, dass es kein vegetarisches bzw. veganes Angebot gab.