Bericht zum Spiel beim Berliner AK, 25. September 2015

Der SV Babelsberg 03 spielte am 25. September 2015 beim Berliner Athletik Klub im Berliner Poststadion. Das 9. Spiel in der Regionalligasaison 2015 / 2016 begann aufgrund der fehlenden Flutlichtanlage sowie dem Marathon-Wochenende in der Stadt bereits um 17 Uhr. Es endete mit 3:0 und brachte damit die erste Niederlage für Nulldrei in dieser Saison. Der Spieltag verlief ohne besondere Vorkommnisse und polizeiliche Maßnahmen. Lediglich das hohe Polizeiaufgebot inklusive zweier Fahrzeuge mit Hunden und einer Gruppe von Beamt*innen im Gästeblock waren unnötig. Zu bemängeln ist außerdem die Beschränkung in der Versorgung der Gästefans.

Am Spieltag waren bis zu 50 Polizist*innen der Bereitschaftspolizei der Hundertschaft 15 und 17 sowie lokale Streifenbeamt*innen im Einsatz. Außerdem waren mindestens 3 sogenannte fankundige beziehungsweise szenekundige Beamt*innen vor Ort. Der Ordnungsdienst des gastgebenden Vereins wurde durch vier Ordner*innen des SVB ergänzt. Besondere Auffälligkeiten gab es, im Gegensatz zum Spiel in der vergangenen Saison am 21. Februar 2015, wo offenbar ein bekannter Neonazi eingesetzt wurde, nicht. Die Anzahl der Ordner*innen war im Gegensatz zum Aufgebot der Polizei angemessen.

Die Anreise der Babelsberger Nulldrei Fans verlief ohne Begleitung. Der Weg vom Hauptbahnhof Berlin zum Poststadion wurde aber durch zwei Gruppen der Einsatzhundertschaft 15 überwacht, wobei eine Gruppe die Fans lose begleitete. Am Stadion angekommen, warteten zwei weitere Gruppen und zwei Fahrzeuge mit Hunden in der Nähe des Ticketschalters. In unmittelbarer Nähe des Gästeeingangs überwachte eine zusätzliche Gruppe von Beamt*innen den Einlass der Babelsberg Fans.

Während des Spiels befand sich mindestens einen Gruppe Bereitschaftspolizei im oberen linken Bereich des Gästeblocks.Die Beamt*innen intervenierten mehrfach und gingen hinter den Fans quer durch den Block, um Ansagen an einzelne Personen zu machen. Links neben dem Gästeblock in Richtung Tribüne standen zwei Gruppen mit mindestens 9 Beamt*innen. Rechts, im Bereich, der sonst als Gästeblock genutzt wurde und eine sehr viel bessere Sicht ermöglichte, befand sich eine weitere Gruppe der Bereitschaftspolizei mit mindestens 12 Beamt*innen. Bis auf die Ansprache einzelner Fans durch Beamte im Gästeblock haben wir keine Maßnahmen beobachtet.

Das Verhalten des Ordnungsdienstes war freundlich. Die sanitäre Situation war mit dem Einsatz eines Toiletten-Containers in Ordnung. Die Versorgung muss aber, wie bereits bei den vorhergehenden Spielen beim BAK, bemängelt werden. Zwar war für das Essen gesorgt, aber noch in der ersten Hälfte war kein Bier mehr vorhanden, was zur Selbstversorgung durch die Gästefans sowie ein erhöhtes Konfliktpotenzial führte. Erst in der zweiten Hälfte konnte Nachschub organisiert werden. Unabhängig davon mussten die Fans zumindest in der ersten Hälfte lange auf ihr Getränk warten, was ebenfalls nicht das erste Mal im Poststadion zu beobachten war.