Luckenwalde 28. Mai 2016 – Nichts ist vergessen!

Am 29. Mai 2016, genau vor einem halben Jahr sowie einen Tag nach der schockierenden und traumatisierenden Polizeigewalt beim Landespokalfinale fasste der SV Babelsberg 03 die Ereignisse in Luckenwalde in einer Erklärung mit folgenden Worten zusammen:

Das aggressive Verhalten der Polizei, die absichtliche Trennung der Mannschaft von den Fans und die Verweigerung des deeskalierenden Eingreifens unseres Sicherheitsdienstes führten dann in Summe zur bekannten Eskalation nicht nur auf dem Spielfeld und im Gästeblock, sondern auch im Eingangsbereich des Stadions.

Momentan sichtet der Verein, Babelsberg 03, das vorhandene Video- und Fotomaterial aus eigener Produktion der vereinseigenen Medien. Bei einer ersten Sichtung, schon am gestrigen Abend, wurde jedoch klar, dass die Polizei in jedem Falle unverhältnismäßig und mit überharter und teils rücksichtsloser Gewalt handelte. Selbst vereinseigene Ordner wurden auf dem Rasen mit Reizgas bedacht.

Babelsberg 03 wird am Anfang der kommenden Woche eine weitere ausführliche Stellungnahme mit entsprechenden Foto- und Videobeweisen veröffentlichen.

Statt der ausführlichen Stellungnahme und Konkretisierung der Vorwürfe folgte am 31. Mai 2016 mit der gemeinsamen Erklärung der Vereine, des Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB) und der Polizei eine Rolle rückwärts, die nur so vor Diffamierungen gegen die Nulldrei-Fans strotzte. Es wurden sogar nicht davor zurück geschreckt, einen Angriff auf aktive Fans zur Rechtfertigung von Gewalt gegen eben diese zu wenden. Es wurden Spekulationen, Halb- und Unwahrheiten sowie dreiste Lügen verbreitet.

Diese Erklärung des Vereins ist das im wahrsten und auch im sprichwörtlichen Sinne Letzte, was den Fans und Vereinsmitgliedern gegenüber seitdem offiziell und öffentlich verlautbart wurde. Von Empathie und Solidarität ist seit einem halben nix zu hören. Statt Unterstützung gibt es nur Schweigen!

LUCKENWALDE 28. MAI 2016 – NICHTS IST VERGESSEN!